VS Göstling

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Förderkonzept

1) An unserer Schule werden Schülern folgende Förderungen angeboten:

a) Im schulischen Bereich:
- Je Klasse 1 Wochenstunde Förderunterricht
- 2 Wochenstunden Sprachheilunterricht durch eine/n Sprachheillehrer/in
- 1 Stunde Betreuung für Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche
- Treten bei Schülern Lernprobleme auf und können diese durch herkömmliche Fördermaßnahmen nicht ausreichend behoben werden, bieten wir auswärtige Hilfe durch den schulpsychologischen Dienst Amstetten bzw. vom sonderpädagogischen Zentrum Scheibbs an.
- Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf werden in ihren Klassen integriert und erhalten durch einen zusätzlichen Lehrer Stützunterricht.
- Nahtstellenproblematik: Gegen Ende des Schuljahres werden die kommenden Schulanfänger gemeinsam mit ihren Kindergartenpädagogen/innen zu einem Besuch in der Schule eingeladen, um die Neugierde auf die Schule zu wecken und eventuell vorhandene Ängste abzubauen. Unsere 4. Klassen besuchen den Tag der offenen Tür an der SHS Göstling.

b) Im sportlichen Bereich:
- In Zusammenarbeit mit dem Schiclub Göstling bieten wir unseren Schülern unter Anleitung geprüfter Schilehrer und Trainer geblockt 4 Wochenstunden “unverbindliche Übungen BSP/ Schi fahren” an.
- In der 3. Schulstufe können unsere Schüler an einem 5-tägigen Schikurs am Hochkar teilnehmen. Dabei bieten wir ihnen in Zusammenarbeit mit dem Schiclub Göstling die Gelegenheit, an einem schulinternen Schirennen teilzunehmen.
- Regelmäßige Teilnahme an den Bezirksschimeisterschaften mit Mädchen- und Knabenmannschaften.
- 1 Wochenstunde “unverbindliche Übung BSP/ Fußball”, verbunden mit der Teilnahme an den Hallenfußballturnieren und den NÖ-Mike-Cup-Turnieren.
- Im BSP- Unterricht in der 3. Schulstufe fördern wir im 2 Wochenrhythmus im Hallenbad Göstling das Schwimmkönnen unserer Schüler.

c) Im sozialen Bereich wollen wir bei unseren Schülern folgende Kompetenzen entwickeln und fördern:
- Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit: Verständlich reden, aktiv zuhören, Rückmeldungen geben und annehmen, mit anderen spielen, Vorhaben gemeinsam planen und durchführen
- Konfliktfähigkeit und Toleranz: Kritik konstruktiv äußern, Streit schlichten, Kompromisse verhandeln und eingehen, das Recht des Mitmenschen auf körperliche und seelische Unversehrtheit anerkennen
- Verantwortungsbewusstsein: Verantwortung für das eigene Lernen und Fortschritte erkennen, Aufgaben und Pflichten im Klassenverband übernehmen
- Höflichkeit und Hilfsbereitschaft: grüßen, um Erlaubnis fragen, Schwächeren helfen, danken

2) Unterrichtsplanung:
- Wir Lehrer legen in unseren Jahresplanungen die Lernziele für die jeweilige Schulstufe fest. Dabei lassen wir uns nicht von den Lehrbüchern gängeln, sondern versuchen im Sinne der Nachhaltigkeit Schwerpunkte zu setzen.
- Gemeinsam mit den Lehrern der Parallelklassen überprüfen wir laufend das Erreichen dieser Ziele und stimmen sie auf die individuellen Fähigkeiten unserer Schüler und den Besonderheiten des aktuellen Unterrichtsjahres ab.

3) Unterrichtsqualität:
Wir sind stets bemüht, neben dem Frontalunterricht unsere Schüler auch mit modernen Unterrichtsformen wie projektorientiertes Arbeiten, fächerübergreifendes Lernen sowie offene Unterrichtsformen (Tages- und Wochenplanarbeit, Stationslernen, Freiarbeit) zu fördern und zu fordern.
- Über die Mindestanforderungen für lernschwache Schüler hinaus werden zusätzliche Materialien (Arbeitsblätter, Lernspiele, PC mit Internetanschluss...) für begabtere Schüler angeboten, die aber speziell im Förderunterricht und in freien Arbeitsphasen auch den lernschwächeren Kindern zur Verfügung stehen.
- Dabei versuchen wir, den verschiedenen Lernstilen der Schüler entsprechend, mittels vielfältiger Lern- und Arbeitsangeboten wie Partner- und Gruppenarbeit, offenes Lernen nach Arbeitsplan, Lernen nach Anleitung und durch Projektarbeiten Selbsttätigkeit und Teamfähigkeit zu fördern.
- Durch Reduzierung des Lernstoffes, häufiges Wiederholen und vielfältiges Anwenden versuchen wir die Nachhaltigkeit des Gelernten zu gewährleisten.
- Aufgetretene Lerndefizite werden im Förderunterricht aufgearbeitet. Dabei versuchen wir auch, gezielt Teilleistungsschwächen zu beheben.
- Werden Lerndefizite zu groß, tritt das Frühwarnsystem in Kraft. In Zusammenarbeit mit den betroffenen Eltern stellt der Klassenlehrer ein Lernprogramm für den Schüler zusammen,d as bei entsprechendem Eifer des Schülers negative Benotung verhindern soll. Laufende Rücksprachen mit dem Elternhaus sind dabei unumgänglich.
- Auf Wunsch der Eltern oder bei Bedarf auf Antrag durch den Lehrer nehmen wir auch außerschulische Hilfe in Anspruch bzw. informieren die Eltern über diverse organisierte Lernhilfen:
a) Betreuung von Kindern mit Teilleistungsschwächen in und außerhalb der Schule (LRS- Trainer)
b) Information über Lerneinrichtungen im Bezirk
c) Schulpsychologischer Dienst Amstetten
d) SPZ- Scheibbs: Überprüfung bezüglich sonderpädagogischem Förderbedarf
- Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf werden in unseren Klassen integriert. Bei Bedarf erhalten sie Betreuung durch sonderpädagogisch geschulten Lehrern bzw. durch eine Stützkraft, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wird.

4) Visionen, um Fördern effizient und lustvoll zu gestalten:
Die vielfältige Förderung unserer Schüler bedarf natürlich einer ständigen selbstkritischen Betrachtung und Anpassung an neue Gegebenheiten außer- und innerschulischer Art, sowie an die sich ständig ändernden individuellen Lernfähigkeiten der Kinder.
Ein generelles Rezept dazu wird es nie geben, es würde mit der Zeit auch langweilig werden. Nur die Bereitschaft, Bewährtes immer wieder zu verbessern und Neues auszuprobieren, wird es uns auf Dauer ermöglichen, unsere Schüler effizient und lustvoll zu fördern, um sie für das Leben fit zu machen.